LM 2026
Filmklub Fieberbrunn konnte sich behaupten

Mit drei Medaillen bei den diesjährigen Regionalmeisterschaften des VÖFA konnte unser Filmklub seine Qualitäten bei Wettbewerben einmal mehr unter Beweis stellen. Bronze erreichte die Doku „Gleiten und Frieren“, eine Zusammenfassung der Highlights der Slice&Freeze Veranstaltungen, die dieses Jahr wieder auf dem Gelände der ehemaligen Rosenegg Abschlepper inszeniert wurde. Der Filmklub war mit seinen Kameras jedes Mal mit von der Partie und hielt dieses spektakuläre Event fest. Die Doku wurde als Klubfilm eingereicht.
Mit einer Silbermedaille und dem Sonderpreis „Bemerkenswerte Idee“ ausgezeichnet wurde der mit KI generierte Kurzspielfilm „Die Schularbeit“ von Heinz Jöbstl, der einen Aufsatz über eine erzählende Kartoffel von seiner Frau Hilde aus dem Jahr 1955 in einen Film „umwandelte“ und dabei die ganze Familie in seinem Werk einspannte. Sohn Mike lieferte die Filmsequenzen und seine Enkelin die erzählende Stimme dazu. Dass Filme in dieser Qualität mit der KI nicht auf „Knopfdruck“ funktionieren, erkannte auch die Jury und öffnete diesem Werk mit einer Silberbewertung auch den Weg zur Staatsmeisterschaft. Auch wenn immer mehr Filme inzwischen mit Künstlicher Intelligenz produziert werden, muss die Qualität und vor allem auch die Geschichte stimmig sein, die Kameraeinstellungen richtig definiert und das Werkzeug „KI“ professionell eingesetzt werden.
Mit Gold, dem Titel „Westmeister“ und dem Sonderpreis für eine „bemerkenswerte filmische Erzählung“ konnte sich der Film „Nichts zu beschönigen“ von Wolfgang Schwaiger knapp gegen die hervorragende Dokumentation „Harmonie im Wald“ von Leo Lanthaler aus Südtirol durchsetzen. In diesem filmischen Menschenbild wird die Geschichte des Bramberger „Raufboldes“ Walter Huber erzählt, der sich nach schwerer Kindheit nur mehr mit den Fäusten durchsetzen konnte und dadurch mehr als ein halbes Dutzend Jahre in diversen Gefängnissen verbrachte. Obwohl das in tiefem Pinzgauer Dialekt gehaltene Werk beim ersten Betrachten auch für die Jury schwer verständlich war, überzeugte der Aufbau, die Dramaturgie und die ergänzenden Zeichnungen von Armin Rainer die Bewerter und wohl auch das Publikum.
