„Es werde Licht“, sprach Horst Hubbauer und plötzlich ging die Sonne auf…

Schwarz oder Weiß, Farbe oder keine Farbe, dunkel oder hell, egal wie man das Blatt wendet oder dreht, die Seele des Bildes ist und bleibt das Licht. Und wir hatten das große Glück, einem echten „Seelenschmied“ für eineinhalb Tage zuhören und zusehen zu dürfen. Kurzweilig, spannend und verblüffend waren seine Ausführungen, den Beweis des Gesagten stets als Film oder Bild oder strategischen Zeichnungen mitliefernd. Eine Batterie von verschiedenen Leuchten aufgestellt, der „Schwindelkoffer“ voll mit farbigen Filtern, kreuzförmigen Passepartouts und sonstigen eigenartigen Textilien, die ihre Wirkung nicht verfehlten.

Anhand des filmischen Wunderwerkes „Hinter der Tür“ von Jan Baca wurden wir in das faszinierende Milieu des „Directors of Photography“ eingeführt und wenn zwei Koryphäen sich die Hand reichen, dann kann nur etwas ganz Besonderes herauskommen. Aber nicht nur das Technische an diesem Film wurde uns näher gebracht, sonder auch die Anekdoten, Missverständnisse und Konflikte am Set, etwas unvermeidbares, wenn Perfektionisten und Exzentriker am Werk sind.

Durch die „Schul“bank waren wir alle begeistert, auch unsere Gäste vom befreundeten Wörgler Filmklub, und wir werden mit Sicherheit dem Thema Licht in Zukunft einen ganz neuen Stellenwert beimessen. Horst Hubbauer hat uns die Augen weit geöffnet und in seiner beliebten Art als leidenschaftlicher Filmer und Gentleman einen Vortrag gehalten, der weder schulmeisterlich noch technokratisch war, sondern von Freude, Ironie und Schaffenslust getragen wurde.

 

Vielen Dank, lieber Horst, sechzehn Mal eine Eins…. (oder waren wir 17?)

Leo Waltl und Dieter Rieseberg sind die neuen Staatsmeister im Minutencup

Das 60-Sekunden-Filmchen „Aktives Fernsehen“ schaffte es fast spielend, das Publikum im St. Ruprecht Gemeindezentrum in Klagenfurt immer wieder aufs Neue zu überzeugen und ließ dabei auch lokale Kurzfilmgrößen blass aussehen. Mit den Hauptdarstellen Klemens Berger und Nani Schwaiger siegte ein aufwändiger kleiner Spielfilm. Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass dieses Jahr nicht der Staatsmeister, sondern ein international leichter übersetzbarer Minutencupfilm den nationalen Verband bei der Unica (der sogenannten nichtkommerziellen Filmautoren-WM) vertritt. Aber mit diesem großen Erfolg schließen die beiden Autoren nahezu nahtlos an die Erfolge unseres dreifachen (!) Staatsmeisters Josef Trixl an. Der Filmklub Fieberbrunn ist also in dieser Disziplin schon zu einer kleinen Hochburg angewachsen.
Mit der Note „sieben Mal die Zwei“ wurde von der Jury Wolfgang Schwaigers Film „Berlin – ohne Protokoll“ auf Anhieb bewertet und auf einer Silbernen einzementiert. Die Jury gewährte dem Film ob seiner Ungewöhnlichkeit und historischer Betrachtungsweise sehr positive Bemerkungen und Kritiken, sowohl im gestalterischen als auch im literarischen Bereich.
Somit hat sich die Reise nach Klagenfurt für unseren sichtlich stolzen Präsidenten Gerhard Hengl mit Gattin Elfriede, für unsere Wohnmobilenthusiasten Brigitte und Ad Jong und für die Preistgräger Leo Waltl und Wolfgang Schwaiger (angereist mit Zug und kompletter Familie) wohl gebührlich ausgezahlt. Für eine längere Feier nach der überlagen Preisverleihung fehlte es nicht an Durst und Willen, sondern an der eigenartig konstruierten Barlandschaft der Stadt Klagenfurt, wo nach Mitternacht auch am Samstag viele gastronomische Türen bereits verschlossen waren.

Farbenfrohe Bilder aus Waidring

Gleich drei Mal war es zum “Ausrücken”, wenn „Anno 1809“ eintritt und die Waidringer Schützen rufen. Die Ausstellung im Biatron, das große Schützenfest und der gigantische historische Umzug waren die Filmthemen, die es nun zu verarbeiten gilt. Mit einem großen Aufgebot an Filmern waren wir am Tatort und werden ein schönes Zeitdokument für die Schützenkompanie und für die teilnehmenden Personen gestalten.

Landesmeisterschaft 2009

Ohne Skandale und Raufhandel, sondern in einer angenehmen, unterhaltsamen Atmosphäre ging die Landesmeisterschaft 2009 in Schwendau im Zillertal über die Bühne. Über 50 Filme wurden eingereicht und den Sieg für Tirol holte sich wieder einmal Bernhard Hausberger (mit Armin Naschberger) mit einem großartigen Film über den Bronzeguss.

Für unseren Klub gabs diesmal schon allerhand zum Ärgern, der wirklich geglückte Spielfilm von Heinz Jöbstl wurde kurzum auf Bronze platziert und auf dieser Stelle auch von der Jury einbetoniert. Die Argumente, an den Haaren herbeigezogen, konnten wir nur sehr eingeschränkt gelten lassen. Aber nichtsdestotrotz ist die Filmothek des Klubs um einen Spielfilm reicher, der Dank seines Hauptdarstellers Peter Horngacher auch eine besondere spielerische Note bekommen hat.

Viktor Gansters Streifen „Island im Süden und Westen“ konnte sich im hart umkämpften Genre des Reise- und Dokumentarfilms leider nicht so durchsetzen und wurde mit einem Diplom bedacht. Überraschend positiv fielen die Kritiken für den Film „Berlin – ohne Protokoll“ von Wolfgang Schwaiger aus, eine etwas kuriose Geschichte, die sich aus zwei Berlinbesuchen (1984 und 2009) zusammensetzt und vielleicht Szenen aus der deutschen Hauptstadt zeigt, wie sie nicht auf jeder Ansichtskarte zu finden sind. Dieser Film vertritt auch unseren Klub bei der Staatsmeisterschaft im Mai in Klagenfurt.